Ubuntu Wochenrückblick 2010-25

Audio-Ausgabe

RadioTux wird in Kürze eine Audio-Version des Ubuntu-Wochenrückblicks in der Reihe der Weekly News zur Verfügung stellen.

Top-Nachrichten

 

Mark Shuttleworth stellt Erfolgskriterien auf

Auf dem Linuxtag sprach Mark Shuttleworth über Ubuntu und Open Source. Besonders betonte er die Wichtigkeit von automatischen Testtools, um Softwarecode überprüfen zu lassen. Das erspare die zeilenweise Überprüfung des Codes von Hand, diene der standardisierten Minimalsicherheit und wirke sich allgemein positiv auf die Software aus, da auch externe Erweiterungen leichter zur überprüfen wären. Weitere Themen waren der Releasetermin von Maverick Meerkat, der, wie wir bereits berichteten, der 10.10.10 ist, Unity, die „Gnome-Shell für Netbooks“, sowie die Ersetzung des Netzwerkmanagers durch Conman - ebenfalls in der Netbook-Edition. Die Server-Applikation von Ubuntu One bleibt wohl noch für unbestimmte Zeit unfrei, da auch proprietäre Anbieter Teil der Cloud-Anwendungen sind. Mark Shuttleworth erntete viel Applaus aber auch Kritik für seinen Vortrag.

Quelle: Linux Magazin

Rund um Ubuntu

 

Ubuntu Light - Installation und erste Eindrücke

Mark Shuttleworth stellte auf dem Ubuntu Developer Summit in Brüssel die für Ubuntu 10.10 geplante Netbook-Oberfläche Unity vor. Unity ist eine neu entwickelte Oberfläche für die Ubuntu Netbook Edition (UNE), ein für kleine Displays angepasster Desktop. Nicht nur als Standarddesktop der Ubuntu Netbook Edition soll Unity zum Einsatz kommen, es soll ebenfalls mit „Ubuntu Light” an OEMs verkauft werden. Um bei den kleinen Netbook-Displays mehr freie Fläche zu haben, wird es nur ein GNOME Panel am oberen Bildschirmrand geben. Dazu kommt ein Anwendungsstarter an der linken Seite des Bildschirms. Der Browser „Firefox” soll bei Unity bzw. „Ubuntu-Light” durch „Google-Chrome” ersetzt werden.

Der für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux tätige Redakteur Marcel Hilzinger beschreibt in einem Artikel auf der Webseite der LinuxCommunity, wie man Unity auf Ubuntu 10.04 installiert. In dem Artikel erfährt man auch, was die neue Oberfläche jetzt schon zu bieten hat. Desweiteren gibt es auf Youtube ein Demo-Video zu Ubuntu Light auf einem Dell-Netbook.

Quelle: LinuxComunity

Anleitungen

 

Achtung!

Im UWR werden Links zu Fremdquellen und Fremdpaketen gesetzt. Diese können das System gefährden. Die Benutzung fremder Quellen für Software sollte nach Möglichkeit auf das Notwendigste beschränkt werden, da sie einige gravierende Nachteile mit sich bringen.

Transmission 2.0 installieren

In der neuen Version des Bittorrent-Clients Transmission wurden viele Verbesserungen vorgenommen. So ist es nun möglich auch Peers im LAN zu finden, die Reihenfolge der Peeranfragen wurde "intelligenter" und es werden nun zusätzliche Blocklisten-Formate unterstützt. Weiterhin wurde die Startzeit und Zeit für die Überprüfung der lokalen Dateien verkürzt. Weiterhin wurde die Benutzeroberfläche optimiert, sodass das Programm nun auch besser für geringere Auflösungen geeignet ist.

Um die neue Version zu installieren muss man folgende Zeilen ins Terminal eingeben:

sudo add-apt-repository ppa:transmissionbt/ppa && sudo apt-get update
sudo apt-get install transmission

Quelle: WebUp8 {en}

Aus den Nachrichten

 

Interview mit Mark Shuttleworth

Das Magazin Ubuntu User führte am Rande des Linuxtages ein Interview mit Mark Shuttleworth. Themen sind der Ubuntu One Music Store, das Missverständnis um eine angebliche Tablet-Version von Ubuntu sowie die Gnome Shell.

Quellen: UbuntuUser, Linux Magazin

Interviews von RadioTux im Netz

Die von RadioTux am LinuxTag geführten Interviews sind nun als Podcasts frei im Netz verfügbar. Unter anderem gibt es Interviews zu den Themen Ubuntu, Kubuntu, Gnome 3.0 sowie mit Teammitgliedern von ubuntuusers.de und mit Mark Shuttleworth.

Quelle: RadioTux

Konflikte zwischen Ubuntu und GNOME

Ubuntu-eigene Entwicklungen wie die Application Indicators, Window Indicators und eigene Erweiterungen des Gnome-Panels sorgen für Spannungen zwischen den Ubuntu- und Gnome-Entwicklern. Die nachträgliche Aufnahme der Application Indicators in den Gnome-Desktop wurde vom Projekt abgelehnt, da sie nicht zur generellen Marschrichtung passen würden. Ebenso sorgten die Planungen für Ubuntu 10.10, weiterhin Gnome 2 und dessen Bibliothek GTK+ 2 anstelle den dann aktuellen Versionen Gnome 3 und GTK+ 3 zu nutzen, für Ärger bei den Gnome-Entwicklern. Ubuntu-Entwickler Sebastien Bacher antwortete auf der Mailing-Liste, dass man durchaus plane auf Gnome 3 umzusteigen, dafür jedoch zwei Release-Zyklen benötige.

Quelle: DerStandard.at

Ubuntu Brainstorms

Auf Ubuntu Brainstorm {en} kann jeder Benutzer seine Ideen für ein besseres Ubuntu veröffentlichen. In der letzten Woche wurden folgende Beiträge als besonders interessant bewertet:

Abstimmen kann jeder, der bei Brainstorm angemeldet ist. Das Portal bietet eine tolle Möglichkeit, als Benutzer „direkten“ Einfluss auf die Entwicklung Ubuntus zu nehmen.

Quelle: Ubuntu Brainstorm {en}

Aus der Blogosphäre

 

Fehlerstatistiken

 

  • Offen (77009) -11 vergangene Woche

  • Kritisch (29) +2 vergangene Woche

  • Nicht bestätigt (37248) +153 vergangene Woche

Fehlerberichte, an denen nicht aktiv gearbeitet wird, sind hier nicht aufgeführt. Ebenso nicht enthalten sind Fehler, für die lediglich eine noch nicht implementierte oder ungeprüfte Lösung existiert.

Statistikquelle: Bugs-Launchpad {en}

Neues aus der Linux-Welt

 

VP8 ist genauso gut wie H.264

Googles Open-Source-Manager Chris DiBona hat im Gespräch mit Golem.de die Kritik an Googles freiem Videocodec VP8 zurückgewiesen. Sowohl der H.264-Codec, wie auch der VP8, hätten ihre Stärken und Schwächen, meinte Chris DiBona am Rande des LinuxTages. Google werde aber weiter am VP8-Codec arbeiten und ihn verbessern. Wie Messungen bei Google ergeben hätten, sei VP8 in vielen Bereichen leistungsfähiger als H.264. Die Qualität von VP8 sei gut, sagte DiBona, sowohl beim Bandbreitenverbrauch als auch in der Bildqualität.

Da es sehr wichtig sei einen quelloffenen und patentfreien Codec zu haben, werde Google den optimierten Code von VP8 auch veröffentlichen. Google habe den Codec unter eine BSD-Lizenz gestellt und eine eigene Patentlizenz hinzugefügt, damit Hersteller sich keine Gedanken um Lizenzgebühren machen müssen und dennoch ein multimediafähiges Betriebssystem zur Verfügung haben. Da die erste Fassung der Patentlizenz nicht mit der GPL und der Apache-Lizenz kompatibel war, sei sie nachgebessert worden, meinte DiBona. In der ersten Fassung sei es so gewesen, dass im Falle einer Patentklage sowohl das Copyright als auch Patentrechte sofort erlöschen. Jetzt würde im Falle einer Klage nur die Patentlizenz erlöschen, aber das Copyright bleibt bestehen.

Quelle: Golem.de

Lizenz gesucht? - die OSSCC hilft

Die OpenSource Software Collaboration Counseling (OSSCC) hat sich zum Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit verschiedener OpenSource Gruppen und Projekte zu unterstützen. Die OSSCC will unter anderem OSS-Autoren (OSS = OpenSource Software) helfen, eine geeignete Lizenz für ihr Projekt zu finden, die eine optimale Zusammenarbeit mit anderen OSS-Projekten ermöglicht.

Um 1979, mit Einführung des Usenet Systems, wurde OpenSource Software noch unter einer sehr offenen Lizenz verteilt. Das änderte sich gegen Ende der 1980er Jahre. Die Lizenzen die jetzt entstanden waren weniger offen. Weitere Lizenzen, mit unterschiedlichen Zielsetzungen und vielfach nicht untereinander kompatibel, entstanden in der Mitte der 1990er Jahre.

Nach Meinung der OSSCC sollten OSS-Autoren eine OSI konforme Lizenz für ihr Projekt verwenden, die einen Codefluss zwischen verschiedenen Projekten, in beide Richtungen, erlaubt. Bei einigen Lizenzen ist es nur möglich Code in einer Richtung fließen zu lassen, was eine projektübergreifende Zusammenarbeit nicht möglich macht. Um OSS-Autoren die Lizenzauswahl zu erleichtern, wird auf der Website der OSSCC eine kommentierte Liste von bevorzugten OSS-Lizenzen und der OSSCC Lizenzkompatibilätsleitfaden angeboten.

Die OSSCC, eine Gruppe Freiwilliger aus Deutschland und Norwegen, versucht durch ihre Arbeit den Gedanken der OpenSource Initiative zu fördern und eine Plattform anzubieten, die eine Zusammenarbeit von schon existierenden separaten OSS Gruppen ermöglicht und auch politisch OSS zu unterstützen. Für ihre weitere Arbeit sucht die OSSCC weltweit nach weiteren Freiwilligen und Mitarbeitern. Besonders werden zur Zeit Web-Desinger, Übersetzer und Anwälte gesucht. Auch Mitglieder von bestehenden OSS-Gemeinschaften, die an einer besseren Zusammenarbeit interessiert sind, sind willkommen. Kontakt kann per E-Mail aufgenommen werden: info@osscc.net

Quellen: heise online, Pro-Linux, OSSCC

Was sonst noch geschah

 

 

Neue Artikel im Wiki

Folgende Artikel wurden in dieser Woche entweder überarbeitet oder neu erstellt:

  • Samba Client SMBNetFS - Dateisystem zum einbinden von Samba- und Windows-Netzwerk-Freigaben

  • {Übersicht} Notizen - Übersicht über Notiz-Programme

  • Tomcat - Umgebung zur Ausführung von Java-Code auf Webservern bereit

  • svgz Thumbnails - Vorschau für komprimierte SVG-Grafiken im Dateimanager Nautilus

  • cpulimit - CPU-Zeit eines Prosesses begrenzen

  • Geeqie - ein leichtgewichtiger Bildbetrachter

Quelle: ubuntuusers.de Wiki

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